Deutschlands Beamte werden älter

Deutschlands Beamte werden älter

Im öffentlichen Dienst in Deutschland ist steigt das Durchschnittsalter immer mehr an.

Zur Zeit sind  mehr als 75 Prozent der im öffentlichen Dienst  Beschäftigten älter als 35 Jahre. Durch den demographischen Wandel wird sich dies weiter verschärfen. Das  Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert eine Verdreifachung des Anteils über 60-Jähriger bezogen auf die Gesamtzahl aller Erwerbstätigen.

Nach dieser Prognose soll es in Deutschland ab dem Jahr 2020 zu einem dramatischen Einbruch der Anzahl der Erwerbstätigen kommen.
Vor allem im Bereich qualifizierter Arbeitskräfte wird es zu erheblichen Engpässen kommen.  Selbst wenn man eine hohe  jährlichen Zuwanderung voraussetzt und das  Renteneintrittsalter auf 67 Jahre erhöht kann dieser Trend höchstens um einige Jahre hinauszögert werden.

Den öffentlichen Dienst wird der demographiebedingte Rückgang des Arbeitskräftepotenzials nicht nur früher, sondern auch härter treffen als die Privatwirtschaft. Dies liegt in der heute schon zum Tragen kommende Überalterung in der Personalstruktur.

Die Anzahl der Neueinstellungen von jungen Mitarbeitern im öffentlichen Dienst ist geringer als in der Vergangenheit weil aufgrund von Personaleinsparungen frei werdende Stellen zum Teil nicht mehr nachbesetzt werden.

Die Folge: Kommen weniger junge Leute zum Personalbestand hinzu verschiebt sich die Altersstruktur der Mitarbeiter hin zu höheren Altersklassen.
Schon jetzt wird der Wandel spürbar: An den Gymnasien und berufsbildenden Schulen mangelt es an Lehrern, es fällt zunehmend schwerer, gutes, technisches Personal zu gewinnen. Gut ausgebildete IT-Fachkräfte gehen aufgrund der schlechteren Bezahlung im öffentlichen Dienst lieber in die private Wirtschaft. Auch dem Sicherheitspersonal droht die Überalterung. Bei der Polizei steigt der Anteil der Beschäftigten im Alter zwischen 45 und 55 Jahren stark an, gleichzeitig geht der Anteil der unter 35-Jährigen immer weiter zurück.

“In vielen Bereichen und Regionen wird es mithin einen regelrechten Absturz beim Arbeitskräfteangebot geben, was sich unmittelbar auf die Qualität öffentlicher Dienstleistungen auswirken wird. ” teilt der dbb beamtenbund und tarifunion mit und fordert “umgehende Reformmaßnahmen für die Schaffung attraktiver Einkommens- und Beschäftigungsbedingungen im öffentlichen Dienst von Bund, Ländern und Kommunen, damit hier auch in Zukunft qualifizierter und hoch motivierter Berufsnachwuchs gewonnen werden kann.”

Quelle: dbb

 

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